Krise, Alltag, Widerstand - zwischen Wunsch und Realität!

Trotz immanenter Krise, trotz vieler kleinerer Aufstände in anderen europäischen Ländern, trotz Blockupy usw., der Widerstand in Deutschland gegen kapitalistische Zumutungen und soziale Verschlechterungen ist marginal und in keiner Weise massenwirksam. Die geringe Präsenz der Sozialproteste steht in einem direkten Zusammenhang mit der Zersplitterung der Kämpfe. Aus verschiedenen Gründen (politische Borniertheit, individuelle Überlastungen etc.) verwehrt der fehlende Blick über den eigenen Tellerrand inhaltliche Zugänge, Überschneidungen und Bezugspunkte zu anderen Teilbereichskämpfen. Wie sind die Kämpfe in den Städten, etwa von MigrantInnen, oder von MieterInnen einzuschätzen, wie hat sich die Occupy-Bewegung entwickelt, wo gibt es Ansatzpunkte für einen qualitativen/quantitativen Sprung der Krisenproteste? Welche Alternativen spielen innerhalb der Protestbewegung eine Rolle, z.B. Ansätze einer solidarischen Ökonomie, die Commons-Debatte, soziale Infrastruktur als Alternative zum Sozialstaat, die Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen usw. Darüber wollen wir zum Abschluss der Veranstaltungsreihe mit den Podiumsgästen diskutieren!

Informationen
Podiumsdiskussion
von
mit Harald Rein, Willi Hayek, Thilo Borschell

Datum & Uhrzeit

26.06.2015 - 19:00

Ort

Gneisenaustr. 2a
Berlin