Nichts hat sich erledigt. Am 1. Februar 2013 findet in der Wiener Hofburg der 1. Wiener Akademiker-Ball statt. Die Zahl und der Name sollten niemanden täuschen: Es handelt sich um die Neuauflage des Balls des Wiener Korporationsrings, auch bekannt als WKR-Ball. Hier treffen sich die Mitglieder deutschsprachiger Burschenschaften mit dem who is who des europäischen rechtspopulistischen und rechtsradikalen Organisationsspektrums zum Socialising und Networking.

Das No way out-Kongress-Buch ist online!

Vor 5 Jahren – vom  7. bis 9. Dezember 2007 - fand der Ums Ganze Kongress: „No way out? Von (Post)operaismus bis Wertkritik“  in Frankfurt statt. Politisch war es die Zeit nach dem G8-Gipfel in Rostock und einem der ersten größeren Aufbrüche für die radikale Linke in Deutschland nach längerer Zeit. Trotzdem schien der Kapitalismus weithin als unhinterfragbare Tatsache und sogar das „Glücksversprechen“ des Neoliberalismus hatte noch ein wenig Glanz. In diesem Kontext wollten wir eine Frage stellen, die politisch nicht gerade auf der Tagesordnung stand: No way out?

Vor 20 Jahren – im August 1992 – kam es zum größten rassistischen Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte. In Rostock-Lichtenhagen griff ein rassistischer Mob über Tage hinweg die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ sowie ein Wohnheim für ehemalige VertragsarbeiterInnen aus Vietnam an. Tausende Umstehende klatschten bei Bier und Wurst Beifall, als die Häuser in Brand gesteckt wurden. Die Polizei schaute zu, die Opfer wurden später abgeschoben. Während Medien und Öffentlichkeit gegen “Überfremdung” und “Asylantenflut” hetzten, wurden überall im frisch vereinten Deutschland rassistische Mord- und Brandanschläge verübt. Die Politik nutzte und befriedete die Lage, indem sie 1993 das Asylrecht faktisch abschaffte.

Pressemitteilung vom 19.05.

BLOCKUPY FRANKFURT: Am Abschlusstag der viertägigen und im Vorfeld weitgehend verbotenen Blockupy-Proteste haben heute 30.000 Menschen gegen Kapitalismus und autoritäre Krisenpolitik demonstriert. Mehrere tausend Demonstranten schlossen sich dem von umsGanze! mitorganisierten antikapitalistischen Block an, der in der Mitte des Demonstrationszuges lief. Darunter waren auch mehr als 500 Demonstrant*innen aus Italien, Spanien, Frankreich und anderen Ländern.

Fight capitalism 100%
...ums Ganze!-Aufruf zu M31, dem European Day of Action against Capitalism am 31. März 2012 in Frankfurt/Main
Termininfo
Aktionstag
vom
31.03.2012 - 14:00
Frankfurt am Main

Ein Untoter geht um in Europa – der Untote Neoliberalismus. Mit Ausbruch der Banken- und Finanzkrise schien diese Form des Kapitalismus erledigt. Protestbewegungen, bürgerliches Feuilleton, ja selbst liberale und konservative Wirtschaftsideologen beklagten plötzlich massive Fehlentwicklungen und “Exzesse des Marktes”. Doch die geforderte Kurskorrektur blieb aus. Der Neoliberalismus lebt auf eigentümliche Art und Weise fort. Er ist irgendwie nicht totzukriegen.

Fight capitalism 100%!
Call for action of the umsGanze!-network for M31, the European Day of Action against Capitalism, march 31st, 2012

An undead is haunting Europe – the undead of neoliberalism. With the outbreak of the banking and financial crisis, this kind of capitalism seemed to be ruined. Protest movements, bourgeois newspaper feuilletons, and even liberal and conservative economic ideologues suddenly complained about severe aberrations and ‘excesses of the markets’. But the sought-after change of course didn’t materialize. In some curious way, neoliberalism is staying alive. Somehow, it refuses to die.

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