Marx-Frühjahrsschule

Rechtskritik bei Marx und Paschukanis

Zum Ablauf der Tagung
Das Einführungspodium wird aus drei Teilen bestehen. Der erste Teil ist dazu gedacht, einen ersten Überblick darüber zu geben, was die Rechtsform in der bürgerlichen Gesellschaft ist, welche Ansätze sich bei Marx dazu finden lassen und welche Ausführungen Paschukanis dazu macht. Hierfür konnten wir Andrea Maihofer gewinnen.

Der zweite Teil soll in das methodische Vorgehen Marx' und Paschukanis' einführen. Ein dritter Teil soll einen Einblick in Paschukanis' Leben und Werk geben und Positionen in seiner Zeit referieren, das zu übernehmen uns Andreas Harms zugesagt hat.

Nach der Einführungsveranstaltung und am gesamten darauf folgenden Tag wird in kleinen, nach Kenntnisständen aufgeteilten Arbeitsgruppen, ein Reader mit Textauszügen aus Paschukanis' "Allgemeine Rechtslehre und Marxismus" diskutiert. Die Arbeitsgruppen werden von Mitgliedern der AG Rechtskritik geteamt.

Das Podium am Samstagabend soll dann weiterführenden Fragen gewidmet werden und vor allem den Zusammenhang von Recht und Staat thematisieren. Geplant ist eine Auseinandersetzung damit, was Warenform, Rechtsform, und Staatsform ist und wie diese miteinander zusammen hängen. Hierzu referiert Ingo Elbe. Der zweite Teil des Samstagabendpodiums ist dazu gedacht, einen historischen Zugang zu bekommen. Dabei wird es vor allem um folgende Fragen gehen: Wie ist es zur Herausbildung der freien und gleichen Rechtssubjekte, des bürgerlichen Rechts und des modernen Staates gekommen? Dafür hat Heide Gerstenberger zugesagt. Das Podium am Samstagabend wird sich einem breiteren Kreis der Öffentlichkeit zuwenden und daher in den Räumen der Humboldt-Universität zu Berlin stattfinden.

Am Sonntagvormittag diskutieren wir über die Kritik, die bisher an Paschukanis geübt wurde und deren Plausibilität.

Alle Veranstaltungen, ausgenommen das Samstagabendpodium, finden in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin statt.

Zu den Veranstalter_Innen
Die Veranstaltung wird organisiert von der AG Rechtskritik in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg Stiftung (RLS), der hellen Panke e.V., der Marx-Gesellschaft, dem BAKJ, dem Arbeitskreis kritischer JuristInnen und Juristen an der Humboldt-Universität zu Berlin (akj), der TOP Berlin und anderen Kooperationspartnern. Die AG Rechtskritik besteht seit 2009 und arbeitet seither zur marxistischen Rechts- und Staatstheorie. Wir sind überwiegend Jurist_Innen (Studierende, Promovierende, Referendar_Innen, Rechtsanwält_Innen), einige wenige sind Studierende anderer Fachrichtungen (Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte, Germanistik, Geschichte und Geographie).

Informationen
Tagung
von

Datum & Uhrzeit

03.05.2013 - 16:30 bis 05.05.2013 - 13:00

Ort

Franz-Mehring-Platz 1
10243
Berlin