Solidarität mit der KÖPI

Ihr für uns - wir für euch! Antifa supports Köpi!

Seit dem 08.Mai 2007 ist es nun endgültig - die Köpi wurde zwangsversteigert. Ein weiteres autonomes Haus-Projekt in Berlin wird damit durch die Stadt, durch Investoren und im Zuge einer Umgestaltung alternativer Stadtviertel in Luxusressorts plattgemacht. Die Auswirkungen solcher Einschränkungen von Freiräumen sind vielfältig und betreffen nicht nur einige wenige BewohnerInnen, sondern das ganze Stadtviertel und natürlich auch die ganze radikale linke Bewegung: Mieten steigen, Überwachungsmaßnahmen und Videoaufnahmen im öffentlichen Raum nehmen zu, alternative Clubs werden geschlossen, Räume für Selbstorganisation und Solipartys, für bundesweite Treffen oder einfach für korrekte antikapitalistische, antirassistische und antisexistische Parties fallen weg. 

Was haben wir damit zu tun? Alles!

Im linken Berliner Szeneklüngel wird immer wieder die teilweise konstruierte Trennung zwischen der Antifa-Szene und der Häuser-Szene aufgemacht. Häusis, das sind die anderen mit schwarzen Sachen und crust-core-Aufnähern; Antifa sind die CheckerInnen, mit Lederhandschuhen in den Carhartt-Hosen. Doch diese Trennung ist ebenso falsch wie sinnlos und kontraproduktiv. Menschen, die sich in Häusern engagieren, sind aktiv bei Antifa-Aktionen dabei. Sie sehen sich selbst als aktive AntifaschistInnen und stellen Strukturen für die Antifa zur Vefügung. Antifas wiederum nutzen diese Hausprojekte. Einige bringen sich aktiv in Häusern ein, organisieren Soliparties für Häuser oder besuchen Demonstrationen und Veranstaltungen, die sich mit der Situation bedrohter Häuser beschäftigen. Auch wenn die Zusammenarbeit beider Bewegungen in den letzten Jahren durch Mißverständnisse und Halbwahrheiten geprägt war, ist klar, dass es sich hier um mehr als um ein aktives Geben und Nehmen handelt.

Uns als Antifaschistinnen und Antifaschisten ist klar: Wir brauchen alternative, autonome Projekte in Berlin, bundesweit und überhaupt. Linke, alternative Kultur und Organisation muss sichtbar bleiben - gerade in einer Zeit in der kapitalistische Verwertungslogik immer mehr alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens durchzieht!
Insbesondere Berliner Häuser und besonders auch die Köpi wurden unzählige Male durch die Antifa-Szene genutzt: für Parties, für Treffen oder einfach nur als entspannter Rückzugsraum.

Damit stellt die Köpi auch einen wichtigen Teil unserer Szene dar.

Zusammen kämpfen!

Mit diesem kurzem Text verbindet sich für uns die aktive Solidarität mit linken Hausprojekten und momentan vor allem mit der Köpi in Berlin. Wir rufen dazu auf, dass sich alle Antifas aktiv an den Soliaktionen für die Köpi beteiligen und hoffen auch aus den Antifastrukturen auf bundesweite Unterstützung für den Erhalt alternativer und autonomer Projekte wie der Köpi!

Der Phantasie sind in diesem Zusammenhang, wie auch im Kampf gegen Neonazis und ihren Strukturen, keine Grenzen gesetzt.

In diesem Sinne:
köpi verteidigen - Antifa heisst Angriff