Refugees welcome - wie geht's weiter?

Flüchtlingskrise. Sommermärchen. Asylrechtsverschärfung. Brennende Häuser. Tote auf dem Mittelmeer. Horrorszenen vor dem LaGeSo. Pegida. Messerattacke. Das waren die Schlagzeilen der letzten Monate.

Während fast täglich Erstaufnahmeunterkünfte brennen, stehen in anderen Großstädten Menschen am Bahnhof und versuchen ein Zeichen zu setzen, in dem sie die Geflüchteten klatschend begrüßen und ihnen Teddys in die Hand drücken. Während im Mittelmeer ganze Bootbesatzungen ertrinken, stellt eine Künstlergruppe vor dem Reichstag Kreuze für die Toten auf. Während Freiwillige die allernötigste Versorgung am LaGeSo und in den Unterkünften übernehmen, verschärft der Bundestag die Asylgesetze. Während die Polizei nicht eingreift als die besorgte Bürgermob in Heidenau ein Flüchtlingsheim angreift, wird ein besetztes Haus in Berlin, das als selbstverwaltetes Refugeezentrum dienen soll, innerhalb weniger Stunden geräumt.

Die Linke in Berlin bleibt dabei merkwürdig stumm. Die Gruppen bleiben unter sich. Große Ansätze werden nicht bearbeitet. Bündnisse bleiben aus und Leitartikel folgenlos. Demos sind erschreckend schlecht besucht und Aktionen finden nur vereinzelt statt.

Warum ist das so? Und vor welchen Aufgaben steht die Linke in Berlin? Worüber muss dringend gemeinsam diskutiert werden? Worüber kann gestritten werden? Und was für Gestaltungsmöglichkeiten gibt es? Mit welchen Gruppen, Parteien, Kräften könnte man sprechen? Mit welchen auf gar keinen Fall?

Es diskutieren:
Christiane Beckmann, "Moabit Hilft!"
Peter Schaber, Journalist/Lower Class Magazine
Eine Vertreterin der Gruppe "deutschland demobilisieren"
Bianca Klose, MBR (angefragt)
Moderation: Nina Scholz

Informationen
Podiumsdiskussion
von

Datum & Uhrzeit

19.11.2015 - 20:00

Ort

Veteranenstr. 21
Berlin